Jede Spende geht an Menschen, die dringend Hilfe benötigen. Die sechs Hilfsorganisationen von „Österreich hilft Österreich“ setzen auf unterschiedliche Schwerpunkte. Um die Menschen und Familien, denen Sie mit Ihrer Spende helfen können sichtbar zu machen, haben wir stellvertretend einzelne Geschichten zusammengetragen. Kampagne wird ab Mai an dieser Stelle nachgezogen, sobald die Kampagne online ist.

Caritas

Armut: AlleinerzieherInnen zwischen Jobverlust und Kinderbetreuung
Nicole S. arbeitet als selbstständige Fußpflegerin. Noch nie zuvor war sie auf Hilfe der Caritas angewiesen. Oft war es sehr stressig, Arbeit, Überstunden und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen. Doch durch das Geschäft brachte Nicole S. die kleine Familie gut über die Runden und musste sich meistens keine ernsthaften finanziellen Sorgen machen. Die Krise hat das verändert. Wegen der Lock-Downs konnte Nicole S. ihren Salon monatelang nicht aufsperren. Das gesamte Einkommen war mit einem Schlag weg. Auch ein Kredit bei der Bank wurde abgelehnt. Der erste Teil des Härtefallfonds reichte nicht lange. So wie Nicole S. und ihrer Tochter geht es vielen ÖsterreicherInnen. Kurzarbeit, Home- Schooling, Jobverlust. Die Corona-Krise hat Menschen in Notlagen gebracht, die zuvor noch nie von Armut bedroht waren.

DIAKONIE ÖSTERREICH

Rasche und unbürokratische Hilfe in 53 Sozialberatungsstellen in ganz Österreich
Nicole S. wandte sich an eine Sozialberatungsstelle der Caritas in Wiener Neustadt. Die schnelle finanzielle Hilfe war eine echte Entlastung. „Auf meinem Konto würde es ohne diese Unterstützung katastrophal aussehen“, erzählt sie. Auch die ungewisse Zukunft belastet Frau S. Was passiert, wenn es wieder zu einem härteren Lockdown kommt und körpernahe Dienstleistungen wieder verboten sind? Deshalb arbeitet sie derzeit sehr viel, um bei einem erneuten Lock-Down einen finanziellen Polster zu haben. Ein Dilemma – denn auch ihre Tochter braucht jemanden, der sich um sie kümmert, wenn Frau S. in der Arbeit ist: „Ich denke, es geht vielen so wie mir. Wenn mir der Samstag als Arbeitstag wegfällt, sieht es wieder schlecht aus für mich. Und wenn ich das Geld in private Betreuung stecke, bleibt wieder nichts übrig.“ Ob AlleinerzieherIn, obdachlose Menschen oder Selbständige/r - es gibt Eines, das all diese Menschen verbindet: Sie wollen aus eigener Kraft wieder aus der finanziellen Notlage herauskommen, neu durchstarten, ihre Zukunft in die Hand zu nehmen. Doch oft geht es allein nicht mehr. Die Krise zeigt: Jeder und jede kann in eine solche Notlage kommen. Deshalb müssen wir jetzt zusammenhalten, Solidarität zeigen und jene, die jetzt um ihre Existenz fürchten, unterstützen. Aus der Corona-Krise darf keine soziale Krise werden.

HILFSWERK ÖSTERREICH

Hilfe, wenn es plötzlich nicht mehr geht

ÖSTERREICHISCHES ROTES KREUZ

Begleitung pflegender Angehörige in der Krise
Herr und Frau K., beide im Pensionsalter, leben in einer Zweizimmer-Wohnung in einer österreichischen Kleinstadt. Herr K. hatte im letzten Jahr hatte eine schwere Operation am Knie, ist in seiner Mobilität seither stark eingeschränkt und leidet unter starken Schmerzen. Herr K. ist zunehmend ungeduldig und aufbrausend und zieht sich immer mehr aus dem sozialen Leben zurückzieht. Diese Situation, die für Frau K. ohnehin schwierig ist, hat sich durch die Corona-Pandemie verschärft: Die Besuche ihrer Kinder und Enkel sowie die Spielabende mit Freunden, die ein wenig Abwechslung in das Leben von Herrn und Frau K. gebracht haben, sind weggefallen. Ebenso der spontane Kaffee mit der Nachbarin, der ihr Gelegenheit zum Austausch geboten hat.   Alltagspraktische Hilfe für pflegende Angehörige Frau K. meldet sich bei der Corona-Krisenintervention für Angehörige des Hilfswerks. Nach mehreren telefonischen Beratungen fühlt sich Frau K. besser. Sie konnte sich ihre Sorgen von der Seele reden und kennt Strategien, wie sie mit ihrer Unsicherheit und ihren Sorgen umgehen kann. Sie hat Anregungen dafür bekommen, wie sie und ihr Mann ihren gemeinsamen Alltag neu gestalten können und das Vertrauen gewonnen, dass ihr Mann gut auch einige Zeit ohne sie zu Hause verbringen kann. Seither nimmt sich ab und zu ein paar Stunden für sich, um einen kleinen Tapetenwechsel zu haben und Mut und Kraft zu tanken.   Ihre Spende hat geholfen! Während den letzten sechs Monaten hat die „Corona Krisenintervention für pflegende Angehörige“ des Hilfswerks zahlreiche Angehörige durch die schwierigen Monate der Corona-Pandemie begleitet. In ganz Österreich haben erfahrene, fachkundige Beraterinnen und Berater Angehörige wie Frau K. umfassend informiert, mental begleitet und mit gezielten Hilfeleistungen wie zum Beispiel Unterstützung bei Einkäufen entlastet.  Ihre Spende hat diesen Menschen geholfen, einen Weg aus ihrer ganz persönlichen Krisensituation zu finden und ihre Lebenssituation deutlich zu verbessern. Herzlichen Dank!
Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung
Nicht jedes Kind kann sich Nachhilfe leisten. Nicht jedes Kind hat zu Hause eine lernfördernde Umgebung. Rund 80.000 Kinder und Jugendliche leben unter Sozialhilfebedingungen, 58% von Ihnen in überbelegten Wohnungen. Distance Learning, vor allem ohne das nötige Equipment, wird für sie und ihre Familien zur besonderen Herausforderung und hinterlässt große Lernrückstände. Deshalb erweiterte das Rote Kreuz die Lernangebote für Kinder und Jugendliche bereits 2020. Unter Einhaltung entsprechender Hygienevorschriften wurden Kinder in den Lerneinrichtungen beim Lernen unterstützt: vor Ort, online, telefonisch und während der Ferienzeiten. Wo Familien zusätzlich mit Laptops, Tablets und Smartphones ausgestattet waren und wurden, konnten Pädagog_innen und freiwillige Lernbuddies ungeachtet der coronabedingten Einschränkungen regelmäßig mit den Kindern und Jugendlichen Kontakt halten und eine wertvolle Stütze durch diese herausfordernde Zeit sein. Wo dies nicht möglich war, wurde bedarfsorientiert auf Intensivförderung in Präsenz gesetzt. Der enorme Bedarf und lange Wartelisten erfordern auch im Jahr 2021 die Aufrechterhaltung und Erweiterung der Lernprogramme des Roten Kreuzes. Helfen Sie mit Ihrer Spende, dass wir noch mehr Kinder und Jugendliche beim Lernen erfolgreich unterstützen können und schenken Sie Chancen für die Zukunft! Gerade jetzt brauchen viele Kinder Ihre Hilfe! Mit 50 EUR finanzieren Sie eine Lerneinheit für eine Kleingruppe (max. 6 Kinder) Mit 100 EUR können wir ein Kind ein Monat lang begleiten (mehrere Lerneinheiten pro Woche) Mit 500 EUR finanzieren Sie ein Semester Lernbegleitung für ein Kind (mehrmals pro Woche)

ARBEITER SAMARITER BUND ÖSTERREICH

VOLKSHILFE ÖSTERREICH

Bildung als gemeinsame Chance
Mit der Spende konnten wir bereits vielen Kindern helfen. So auch dem 7-jährigen Ali aus der Steiermark: Ali war zum Zeitpunkt des ersten Lockdowns in der 2. Klasse Volksschule. Aufgrund der fehlenden technischen Ausstattung in seiner Familie konnte Ali während des ersten Lockdowns im Distance Learning überhaupt nicht erreicht werden – und die Unterstützung zuhause reichte nicht aus. Innerhalb weniger Wochen hatte Ali nicht nur seine Lesekompetenz fast vollständig eingebüßt. Das Rote Kreuz unterstützte den Buben in den folgenden Monaten besonders intensiv. Da die Pädagog_innen ihn bereits kannten, konnten sie sofort geeignete und hilfreiche Maßnahmen einsetzen, um Ali wieder zum Lese- und Lernerfolg zu begleiten. Das gelang vor allem durch viel positiven Zuspruch, Geduld und gebündelte Motivation der Betreuer_innen und natürlich durch Ali, der die Herausforderung annahm und das Vertrauen in sich selbst wiederfand. Auch Alis Familie wird durch die kostenlose Hilfe entlastet. Seit Beginn der Corona-Pandemie kämpft nicht nur Ali, sondern auch viele andere Kinder mit Herausforderungen, die sie allein nicht bewältigen können. Der eingeschränkte Zugang zu Schulen, die Entbehrung sozialer Kontakte und das Alleingelassensein bei der Bewältigung schulischer Aufgaben trifft vor allem Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien. Sie sind besonders auf unsere Hilfe angewiesen. Wir helfen diesen Kindern vor Ort, online und per Telefon. Durch die regelmäßige Unterstützung von pädagogischen Fachkräften und freiwilligen Mitarbeiter_innen des Roten Kreuzes können Kinder und Jugendliche die Folgen der Pandemie meistern und Lernrückstände wieder aufholen.
Wir dürfen Kinder in der Krise nicht zurücklassen!
Kinder gehören schon jetzt zu den großen Corona Verlierern. Ihr Körper und ihre Seele bezahlen einen besonders hohen Preis. Armutsbetroffene Kinder bekommen die negativen Auswirkungen der Krise besonders zu spüren. Ihre Familien sind stärker von Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit betroffen. Finanzielle Sorgen sind für sie vom ganz normalen Alltag zum bedrohlichen Albtraum geworden. Essen, Wohnen, Kleidung, Schule – in vielen Bereichen fehlt es jetzt an noch mehr. Diese Kinder sichert und unterstützt die Volkshilfe nachhaltig. Durch Corona haben wir bei der Volkshilfe eine große Zahl an neuen Anträgen auf Unterstützung erlebt. Das zeigt den enormen Handlungsbedarf. Allein im Dezember und Jänner sind 10.000 Anträge bei uns eingegangen, so viele wie noch nie zuvor. Ihre Spenden sind daher umso wichtiger. Danke.

„Es sind immer die Schwächsten unserer Gesellschaft, die es am härtesten trifft. Es gibt viele Menschen in Österreich – Alleinerziehende, Mindestpensionisten, kinderreiche Familien und arbeitslose Menschen – die diese schwierige Zeit ohne Unterstützung schwer überstehen würden. Deswegen wollen wir versuchen, jenen, die unsere Hilfe am dringendsten benötigen, etwa die Sorge um den nächsten Einkauf nehmen zu können.“


MICHAEL LANDAU - PRÄSIDENT CARITAS ÖSTERREICH


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